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Löwchen in Natura

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Das Löwchen (Petit Chien Lion)

Eine Rasse mit Höhen und Tiefen:
Den Ursprung dieser Rasse kann man bis zum 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Bereits in dieser Zeit wurden diese Hunde auf Wandteppichen abgebildet, etliche Gemälde kann man über diese wunderbare Rasse finden, wie zum Beispiel 1634 die Kartenspieler von Adrianen Brouwer oder 1640 der junge Gelehrte und seine Frau von Gonzales Coqules und so weiter. Adelige und Geistliche schmückten sich mit ihnen Karl May besaß auch zwei davon und trotzdem hat nicht viel gefehlt und das Löwchen war beinahe in völlige Vergessenheit geraten. Das Löwchen tendierte vom 17. bis zum 19. Jahrhundert zum Modehund und Prestigeobjekt. Doch wie viele andere Rassen wurde sie fast durch den zweiten Weltkrieg zerstört. Von dieser ohnehin schon seltenen Rasse waren nun nur mehr einige wenige Exemplare, die auf der Straße streunten, zu finden. Vor dem Aussterben wurde diese wunderbare Rasse von Madame M. Bennert gerettet. Diese belgische Züchterin baute ihre Zucht aus drei buchstäblich von der Straße aufgesammelten Löwchen auf. Am 10.10.1961 wurde der Standard für die Löwchen in Belgien eingetragen und veröffentlicht. In 1963 meldet Herr Doktor Rickert unter dem Zwingernamen von den drei Löwen seinen ersten Löwchenwurf im VK an damit war der Grundstein der Löwchenzucht in Deutschland gelegt. Mit seinen Hunden fängt die bedeutendste Züchterin Deutschlands, Frau Irmgard Sofia Jansen, Zwinger von der Büngerner Heide und Frau Ostertag, Zwinger von Livland ihre Zucht an. Diesen Leuten ist es zu verdanken, dass diese wunderbare Rasse erst nach Deutschland und danach in die ganze Welt zurückgekehrt ist. Man darf nicht vergessen, was für eine schwierige Aufgabe das war, von den Löwchen existierten Ende der 60er Jahre nur mehr etwa 40 Stück. Sie landete sogar im Jahr 1969 im Guinness Buch der Rekorde als seltenste Rasse.

Eine Rasse für alle Fälle:
Das Löwchen ist zwar im FCI-Standard zur Verwendung als Gesellschaftshund eingetragen, trotzdem ist es eine Rasse für alles. Dass die Löwchen keine überzüchteten Luxushunde sind, beweisen auch die Erfolge im Agility. Die Rasse ist durchaus sehr sportlich, widerstandsfähig, ausdauernd und äußerst intelligent. Es vereinigt alle Eigenschaften eines Begleithundes: Anhänglich, sehr lebhaft, klein, aber nicht zu klein, strahlt pure Lebenslust aus, mit einem Wort: unwiderstehlich. Durch eine Kombination aus Eleganz, edlem Charakter und ungeahnter Sportlichkeit findet das Löwchen in letzter Zeit immer mehr Hundefans. Wie jede langhaarige Rasse braucht auch das Löwchen regelmäßige Pflege wie Bürsten und Baden, die Löwchenschur ist nur auf Ausstellungen verpflichtend. Ja, die Löwchenschur: Die sonst wuscheligen Kleinhunde erhalten durch das Trimmen einer Schultermähne die den geschorenen Schönheiten das Aussehen von kleinen Löwen verleiht. Seine Lebenserwartung beträgt cirka 15 Jahre.

Aus dem FCI-Standard:
Klassifikation FCI Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde
Sektion 1.3 Bichons und verwandte Rassen
Allgemeines Erscheinungsbild: Intelligenter, anhänglicher kleiner Hund von lebhafter Art der alle Eigenschaften eines Begleithundes in sich vereinigt. Der Körper wird in der klassischen Schur des Pudels, die Rute bis auf eine Quaste am Ende der Rute geschoren so dass die Silhouette an die eines kleinen Löwen erinnert.
Proportionen: Körper kurz und gut proportioniert, Kopf kurz, ziemlich breiter Schädel, Augen rund, groß, mit intelligentem Ausdruck, von dunkler Farbe. Ohren herabhängend getragen, lang, gut gefranst. Größe 26 bis 32 cm, ( +/-/1 cm) Gewicht cirka 6 kg.

Copyright by Erika Homonnai

Hummelchen 1 jahr a
Hummelchen von den Altlichtenwarther Löwen
1 Jahr alt. Bes: Fam. Tóth, Ungarn

 


Zuletzt aktualisiert am Montag, den 07. September 2009 um 17:31 Uhr
 

 

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